Kategorie: Makramee Armbänder

Reihen kleiner, gleichmäßiger Knoten, die sich zu einem flachen Band mit plastischer Oberfläche fügen: An diesem Muster erkennt man Makramee Armbänder auf den ersten Blick. Jede Knotenreihe fängt das Licht etwas anders, sodass selbst eine einfarbige Kordel lebendig wirkt. Perlen oder ein kleines Symbol sind fest zwischen die Knoten eingebunden und verrutschen nicht. Hinter dem Namen steht eine Textiltechnik, bei der Fäden ausschließlich geknüpft werden, ohne Weben, Stricken oder Häkeln. Deshalb heißen Makramee Armbänder oft auch geknüpfte Armbänder.

Was ist ein Makramee Armband?

Zwei Grundknoten prägen die meisten Modelle. Der Kreuzknoten entsteht aus zwei gegenläufig gelegten halben Knoten und ergibt eine flache, kompakte Fläche, die auch kräftigere Perlen trägt. Der Rippenknoten besteht aus zwei halben Schlägen um einen Trägerfaden; in Reihen gearbeitet, bildet er feine Linien und Rauten, wie sie von Freundschaftsbändern bekannt sind. Ein Makramee Armband kann eine dieser Techniken durchgehend zeigen oder beide abwechseln, etwa breite Knotenabschnitte neben schmalen Strängen, auf denen einzelne Perlen aufgereiht sind.

Von der geknüpften Franse zum Schmuck

Seinen Namen verdankt Makramee vermutlich dem Arabischen. Das Wort miqrama wird mit „ornamentale Franse“ oder „geknüpfter Schleier“ übersetzt und gelangte über das Türkische, Italienische und Französische ins Deutsche. Arabische Weber knüpften damit die überstehenden Fäden an Handtüchern und Tüchern zu dekorativen Rändern. Als frühester Hinweis auf die Technik gilt eine assyrische Steinarbeit aus dem 9. Jahrhundert vor Christus, die eine Tunika mit wahrscheinlich geknüpftem Besatz zeigt.

In Italien erreichte das Knüpfen im 16. Jahrhundert einen hohen Stand. Auch Seeleute fertigten auf langen Fahrten geknüpfte Stücke aus Garn- und Tauresten und nannten sie „McNamara's Lace“. Als Schmuck setzte sich Makramee erst in den 1970er Jahren durch, damals mit Perlen, Hanf oder Lederschnur, und die geknüpften Freundschaftsbänder der 1980er und 1990er Jahre führten diese Linie fort.

Knoten mit spiritueller Tradition

Auch im tibetischen Buddhismus haben geknüpfte Schnüre ihren festen Platz. Schutzschnüre aus Baumwolle, Wolle oder Seide tragen dort einen Knoten in Form eines Vajra und stehen für Schutz vor Unglück. Viele spirituelle Makramee Armbänder greifen diese Form auf und verbinden sie mit Buddha-Perlen oder Chakra-Farben. Bänder, die sich eng an diese Überlieferung anlehnen, findest du bei unseren tibetischen Armbändern.

Kordel und Farbe

Traditionell knüpfte man mit Leinen und Seide, später kamen Baumwolle, Hanf, Jute und Nylon hinzu. Am Handgelenk zeigt sich der Unterschied vor allem in der Optik. Baumwolle wirkt matt und weich. Nylon glänzt dezent und hat eine glatte Oberfläche, während Hanf eine natürliche, leicht strukturierte Note mitbringt. Schwarz, Rot und Naturtöne sind besonders vielseitig, mehrfarbige Kordeln setzen dagegen einen deutlichen Akzent. Weil das Band textil ist, schmiegt es sich an und trägt sich auch über viele Stunden angenehm.

Kombinieren mit Steinen und Metall

Die textile Struktur bildet einen ruhigen Gegenpol zu glatten Steinperlen. Neben einem Edelsteinarmband setzt ein geknüpftes Band einen matten Kontrast, ohne mit den Steinen zu konkurrieren. Ein dunkles Modell passt zu einer Uhr mit Lederarmband, ein helles fügt sich zu sommerlichen Stoffen wie Leinen. Mehrere Makramee Armbänder in verwandten Farbtönen lassen sich gut übereinander tragen; für einen gemischten Armstapel bieten sich unsere Boho Armbänder an.

So bleibt die Kordel schön

Ein geknüpftes Band behält Farbe und Form am längsten, wenn es vor dem Duschen oder Schwimmen abgenommen wird. Gegen Staub in den Knoten hilft eine weiche Zahnbürste. Ist das Armband feucht geworden, darf es an der Luft trocknen, fern von Heizung und direkter Sonne. Zwischen den Tragetagen liegt es am besten ausgebreitet in einer Schmuckschale, damit sich die Knoten nicht verziehen.